Urlaubsreif….

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Wie wir so in der MAN Werkstatt in Riga stehen, verflüchtigt sich die Entspannung der letzten Tage. Angespannt und mit zusammengebissenen Zähnen müssen wir uns mal wieder die Frage stellen: haben wir mit unserem Traum alles richtig gemacht? Irgendwas muss doch mit uns nicht stimmen, dass wir immer wieder solche Niederlagen hinnehmen müssen! Aber weiter diesen trüben Gedanken nachzuhängen bringt uns auch nicht weiter… Also nach dem Hinfallen Krone richten und weitergehen – auch wenns schwerfällt. Wir wollen jetzt was Schönes erleben, suchen einen Campingplatz und werden bei Raiskums, nahe Cēsis, fündig. Etwas  ab vom Schuss wollen wir 2-3 Nächte Kraft und vor allem Zuversicht tanken. Der Campingplatz Apalkalns bietet alles was das Camperherz begehrt und noch mehr… ein riesiger See, Feuerstellen und Grillplätze. Dazu Sitzgelegenheiten und viele weitere Annehmlichkeiten. Genau was wir jetzt brauchen. Es ist schon relativ spät, so dass wir heute nix mehr unternehmen. Wir sitzen noch lange vor unserem kränkelnden LKW und sinnieren darüber, wie es weitergeht.

Am nächsten Morgen sieht die Welt ganz anders aus! Ausgeschlafen strahlen wir mit der Sonne um die Wette. Wir sind voller Tatendrang und wollen die Stadt Cēsis erobern. Wir wissen, dass es hier eine Burg gibt, die es zu entdecken gilt. Also flugs das Motorrad aus seinem Gefängnis befreit und aufgesessen. Die kleine Stadt, die zugegeben schon bessere Zeiten erlebt hat, ist nur rund 11 km entfernt. So finden wir uns keine 20 min vor der Burg wieder. Wunderschön gepflegt mit vielen Blumenarrangement begrüßt uns der Eingangsbereich des historischen Gebäudes.

Wir laufen durch die Ruinen und bestaunen den Fortschritt der Rekonstruktionsarbeiten. Doch das Highlight wartet noch auf uns. Wir wollen den Turm besteigen als uns ein junger Mann zurückruft. Wir brauchen eine kerzenbetriebene Laterne. Was für ne schöne Idee! Wie damals Willi Schwabe stiefeln wir los, nicht ahnend wie dringend wir diese Lichtquelle benötigen werden.  Es ist stockfinster im Turm. Die steinerne Wendeltreppe führt unbarmherzig aufwärts.  Nur ein kleines, schmiedeeisernes Geländer bietet etwas Halt. 

Eine tolle Erfahrung! Nachdem wir unsere Entdeckungsreise beendet haben gehts zurück zum Parkplatz. Am Motorrad  angekommen: Hunger! Ein grummelndes Gefühl in der Magengegend erinnert uns, wie lange unser Frühstück schon vorbei ist. Wir finden ein nettes Restaurant und lassen uns verwöhnen. 

Es wird Zeit zurückzufahren und den Tag am See ausklingen zu lassen…

To be continued…..

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